Go East

Was ist die Idee hinter Go East?


"Die Zusammenarbeit mit Osteuropa und den Staaten der GUS ist für den DAAD von herausragender Bedeutung. 40 Prozent der vom DAAD geförderten Ausländer stammem aus dieser Region, und unter den sechs wichtigsten Herkunftsländern der an deutschen Hochschulen immatrikulierten Ausländer befinden sich vier in Mittel- und Osteuropa. Auch wenn Englisch in Osteuropa mittlerweile zur führenden Fremdsprache geworden ist, bleibt Deutschland in diesen Ländern doch das Wunschland Nummer eins für die akademische Ausbildung.

Das Bild sieht jedoch anders aus, wenn man die Gegenrichtung betrachtet. Nur sechs Prozent der Deutschen, die ein Semester- oder Jahresstipendium erhalten haben, gehen nach Osteuropa. In einer Vielzahl von Programmen unterstützt der DAAD die Kooperationen zwischen deutschen und osteuropäischen Hochschulen, und deutsche Professoren sind häufig voll des Lobes über ihre Zusammenarbeit mit russischen oder polnischen Kollegen. Doch man muss feststellen, dass es weiterhin viele Vorurteile gegenüber der Region Osteuropa/GUS gibt.

Für Deutschland bietet eine Kooperation mit diesen Staaten enorme Chancen, sowohl aus wirtschaftlicher als auch akademischer Sicht. Deutschland ist für fast alle Staaten in Osteuropa der wichtigste Handelspartner, und es gibt eine Vielzahl von qualitativ guten Hochschulen, deren Absolventen ideale Partner für deutsche Firmen und Institutionen sind. Ideale Partner auch deshalb, weil viele von ihnen Deutsch sprechen, denn in Osteuropa hat die deutsche Sprache weiterhin ein großes Gewicht. Um die Chancen einer Zusammenarbeit mit Osteuropa zu nutzen, braucht Deutschland gut ausgebildete Fachkräfte, die die Sprachen und Kulturen im östlichen Teil Europas aus persönlicher Erfahrung kennen. (...)"

Dr. Dorothea Rüland, Generalsekretärin des DAAD



Go East-altes Logo

Im Frühjahr 2002 startete der DAAD gemeinsam mit der Alexander von Humboldt-Stiftung und dem Ostauschuss der Deutschen Wirtschaft die Initiative "Go East". Ziel dieser Initiative ist es, den akademischen Austausch mit den Ländern Mittel-, Südost- und Osteuropas sowie den Ländern der GUS zu fördern und so das bisherige Ungleichgewicht im akademischen Austausch mit der Region abzubauen. Das Programm wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

Die Initiative "Go East" besteht zur Zeit aus vier Programmlinien:

In den letzten zehn Jahren hat der DAAD im Rahmen der Initiative "Go East" über 7.000 deutsche Studierende und Graduierte  gefördert.