Erfahrungsberichte 2017

Albanien

Tirana/Durres: Universität Tirana/ Universität “Aleksander Moisiu“ Durres

Albanien – Eine Migrationsgesellschaft

„In Zusammenarbeit mit albanischen Studierenden sollen wir selbst mit den vor Ort lebenden Menschen in Kontakt kommen und Interviews führen, um mehr über ihre individuellen Geschichten zu erfahren, die letztendlich ein größeres Bild abgeben“. (Erfahrungsbericht von Laura Christoph)

„Die Frage, ob Migration einen Gewinn oder einen Verlust für Albanien darstellt, lässt sich nur schwer beantworten. Dem Verlust an Arbeitskraft und Wissen stehen die Rücküberweisungen, die Entlastung des Arbeitsmarktes, sowie der Gewinn an Wissen und Kapital im Falle einer Rückkehr gegenüber. Fest steht jedoch, dass durch die Migration transnationale Räume entstanden sind, in denen sich Menschen mit transnationalenIdentitäten bewegen.“

(Erfahrungsbericht von Philipp Zimmermann)


Armenien

Eriwan -  Staatliche Brjussow-Universität für Sprachen und Sozialwissenschaften

Armenien: Sprache, Kultur und Gesellschaft"

„Bei diesen Exkursionen haben wir viel über gesellschaftspolitische und kulturelle Themen diskutiert, so zum Beispiel über die Rolle der Diaspora und über Beziehungen zu andere Staaten (Aserbaidschan, der Türkei und Russland). Diese Diskussionen waren sehr ergiebig und haben eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der armenischen Geschichte und Kultur ermöglicht“.

(Erfahrungsbericht von Laura Kiefer)


Aserbaidschan

Baku/Nabran - Azerbaijan State Oil and Industry University (ASOIU)

Post-Oil Economy

„Besonders positiv fand ich die Teilnahme der aserbaidschanischen Studenten an dem Programm, da ich durch sie und die informativen Vorträge und Gesprächsrunden unglaublich viel über Aserbaidschan gelernt habe, was ich als „einfacher Tourist“ in dieser Form nicht erfahren hätte“

(Erfahrungsbericht von Denise Müller)

„Die Exkursionen waren aber auch super. So haben wir die BP-Zentrale in Baku besucht, Ölfelder, Moscheen und Museen. Ein Highlight war sicherlich unsere Tour nach Sheki, einer Stadt im südlichen Kaukasus. Hier haben wir uns alte Tempel und eine Karawanserei angeschaut und konnten wandern gehen“. (Erfahrungsbericht)


Belarus

Gomel: Staatl. Skaryna-Universität/   Staatl. Technische Suchoj-Universität

Umweltprobleme, Umweltschutz und angepasste Landnutzung als ökologische sowie sozioökonomische Herausforderungen in radioaktive belasteten Gebieten Weißrusslands

„In der Literatur und im Internet gibt es vieles über den Tschernobyl GAU zu lesen. Wann allerdings stellt sich einem die Möglichkeit selbst in das Gebiet zu fahren sowie mit Zeitzeugen, Einwohnern und Experten über den GAU zu reden? Hierfür bietet die Sommerschule eine einmalige Gelegenheit“.

(Erfahrungsbericht von Kim Ursina Fabian)


Georgien

Tbilisi/Abastumani – Ilia State University

Faszination Süd-Kaukasus: Kultur, Politik, Gesellschafft

„…Tiflis schläft nie, ist bunt, grell laut, aber doch uralt und ansehnlich zugleich. Westliches Franchise kollidiert mit traditionellen Werten, Kirchen und Kapellen und der georgischen Lebensart und verwandelt sich in einen durchaus liebenswürdigen Moloch in dem man sich verliert ohne verloren zu sein“.

(Erfahrungsbericht von Sascha Valentin)

„Der Umgang war herzlich und zuvorkommend. Aufgrund dessen entstand im Seminar eine angenehme Atmosphäre, auch die Teilnehmenden verstanden sich untereinander sehr gut. Die unterschiedlichen Studienhintergründe in der Gruppe waren sehr bereichernd – in Gesprächen mit Geographen, Indologen oder Konfliktforschern konnte innerhalb und außerhalb der Seminarzeit viel Neues gelernt werden“. (Erfahrungsbericht von Maximilian König)


Lettland

Riga - University of Latvia

Riga Summer School 2017 „Media and Information Literacy“

„Ein weiteres Thema welches im Fokus der Summer School lag, war die Besonderheit der Medienlandschaft in Lettland: Der Postsowjetische Einfluss, die Sprachgruppenbedingte Zweiteilung der Medienlandschaft in Russische und Lettische Audienz und der Einfluss der Russischen Medienlandschaft, der sehr kritische betrachtet wird“. (Erfahrungsbericht von Katharina Gasser)

Riga Technical University

Nonlinear Life

„Die Vorlesungen wurden von insgesamt zehn verschiedenen, internationalen Professoren gehalten, die meistens auch später noch für offene Fragen zur Verfügung standen. Für mich war es erstaunlich, zu sehen, wie verbindend doch wirklich die englische Sprache ist!“

(Erfahrungsbericht von Hanna Josephine Wiederanders)


Litauen

Vilnius - European Humanities University

Mapping Visaginas: International Summer School on Sources of Urbanity in Former Mono-functional Towns

„Ein sehr interessanter Einblick war dabei auch der Besuch des Atomkraftwerks selbst, wo uns u.a. die Funktionsweise eines Atomkraftwerks erklärt wurde. Hier wurde auch deutlich, dass das Atomkraftwerk identitätsstiftend für die örtliche Bevölkerung ist“. (Erfahrungsbericht von Andre Thiemermann)


 Polen

Warsaw School of Economics (SGH)

Ein krisenfestes Verhältnis? Die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

 „Somit kann ich gegenwärtige, politische Spannungen zwischen Deutschland und Polen besser einordnen. Mein Aufenthalt trug dazu bei, dass sich mein Interesse für Polen verstärken konnte“.(Erfahrungsbericht von Simon Lenhart)


Rumänien

Sibiu - Universitatea Lucian Blaga

Interkulturalität und Mehrsprachigkeit im siebenbürgischen Karpatenbogen

„Der tägliche Sprachkurs von 90 Minuten war, sehr passend zum Thema der Sommerschule, integraler Bestandteil des täglichen Programms und für mich persönlich eine große Bereicherung. Auch insgesamt war die Gruppe begeistert dabei, erste Schritte in der neuen Sprache zu wagen (keiner hatte Vorkenntnisse in Rumänisch)“. (Erfahrungsbericht von Franziska Seidel)


Russland

Elista - Kalmyk State University named after B.B. Gorodovikov

Buddhism in Kalmykia: Where East and West meet

„Wir führten eine Umfrage unter jungen Menschen durch und befragten sie danach, was sie über die Deportation der Kalmücken nach Sibirien wüssten, woher sie dies wüssten und welche Bedeutung dies für sie heutzutage noch habe“. (Erfahrungsbericht von Johanna Kerber)


Irkutsk: Irkutsk State Agrarian University named after A.A. Ezhevsky

Botanical and ornithological field cours in the lake Baikal region

„Man braucht ein bisschen Abenteuerlust für dieses Geländepraktikum, darf sich von schlechtem Wetter nicht die Laune verderben lassen und muss dem ganztägigem Draußensein etwas abgewinnen können. Dann wird dieses Geländepraktikum zu einer erlebnisreichen Auszeit vom Studentenalltag“.

(Erfahrungsbericht von Nina Schneider)


Krasnojarsk - Juristisches Institut der Sibirischen Föderalen Universität

Internationale Sommerschule für Rechtswissenschaft 2017

„Dieses unbekannte, riesige Land mit seiner fremden Kultur und seinen ganz besonderen Bewohnern ist mir ganz stark ans Herz gewachsen und ich möchte dieses Erlebnis nicht missen. Russland, Du hast mich nicht zum letzten Mal gesehen!“ (Erfahrungsbericht von Claudia Pflügler)


Moskau: Staatliche Universität für Verkehrswesen

Hochgeschwindigkeitsverkehr in Russland: Potenzial und Perspektiven

 „Ich bin sehr dankbar ein Teil von dieser unfassbaren Reise gewesen zu sein und kann jedem nur empfehlen Russland bzw. Moskau mit eigenen Augen zu sehen. Ich persönlich werde das Erlebte und Gesehene sowie die geschlossenen Freundschaften nicht mehr vergessen und die Eindrücke der niemals schlafenden Metropole Moskau werden für immer bleiben“.

(Erfahrungsbericht von Lars Thomsen)


Moskau - Institut für Gesetzgebung und Rechtsvergleichung bei der Regierung der RF

Neue Integrationsformen in Eurasien

„Am Wochenende, der die erste Sommerschul-Woche mit der Zweiten verband, unternahmen wir eine Exkursion nach Kazan. Die Reise erfolgte mit dem Zug auf einem Teil der Trans-Sibirischen-Eisenbahn und dauerte ca. 10 Stunden.“ (Erfahrungsbericht von Yunus Emre Ok)


Nizhny Novgorod: Higher School of Economics

Does Russia Have a Strategy? Understanding Economic Change

 „Ein für mich besonders tolles Fach war Intra- and Intercultural Communication. Hier ging es tatsächlich darum, wie der Russe „tickt“, also die Aufarbeitung von Stereotypen. Gleichzeitig erfuhren die russischen Teilnehmer der Sommerschule mehr über uns Deutsche und unserer Leben in Deutschland. Auch wir wurden dann mit Stereotypen konfrontiert, die wir teils bestätigten, aber teils auch entkräften mussten.“ (Erfahrungsbericht von Alexander Engelhart)


Novosibirsk State Technical University (NSTU)

Advanced Materials and Technologies

„Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, sowohl kulturell als auch die Studieninhalte betreffend. Dies hat mir bei der Schwerpunktwahl meines Master-Programms sehr geholfen. Weiterhin bin ich nun eher denn je für ein Auslandssemester aufgeschlossen, welches ich zum Ende meines Masterstudiums ansetzen möchte.“ (Erfahrungsbericht von Maria Elena Willms)


Staatliche Pädagogische Universität Omsk

Russisch als Fremdsprache und Landeskunde

 „Insgesamt gab es so zwei Lehrerinnen und ein Lehrer, die durch die Gruppen wechselten. Ich empfand dies als überaus sinnvoll, da so unterschiedliche Methodender Lehrkräfte zum Einsatz kamen und der Unterricht abwechslungsreich und kreativgestaltet wurde.“

(Erfahrungsbericht von Fabienne Schimek)


Perm: Staatliche Universität Tomsk

Rekonstruktion eines Chronotops. Das ehemalige Straflager Stvor als Raum des sowjetischen Strafvollzugs

„Das Ziel der Sommerschule: den historischen Ort historiografisch lesbar zu machen durch das fotodokumentarische Erfassen des ehemaligen Lagers war klar gesteckt. Am Ende soll durch unsere Arbeit ein virtuelles Museum über das ehemaligen Arbeitslagers Stvor entstehen“. (Erfahrungsbericht von Melanie Hussinger)

„Durch das digitale Museum hoffen wir, das sich Menschen angesprochen fühlen, Fragen zu stellen und ihre Geschichte zu teilen. Durch Interviews versuchen wir Antworten auf so viele Fragen wie möglich zu bekommen. Mit den gesammelten Puzzlestücken erarbeiten wir das Konzept für die digitale Gedenkstätte und integrieren die Fotos bei Google-Maps ein.“

(Erfahrungsbericht von Dominik Koss)


Staatliche Universität Smolensk

Smolensk – das Erbe der Region im historisch-kulturellen Raum Russlands und Europas

„Eine besondere Ehre war es für die ganze Gruppe bei dem Besuch in einer Dorfschule an einem geselligen Abend im Kreise der Einwohner teilzunehmen. Hier zeigte sich pars pro toto die russische Gastfreundschaft am deutlichsten. Lieder wie „Katjuscha“, die in der Region entstanden sind, aber selbst in Deutschland bekannt sind, begleitenden den interkulturellen Austausch bei diesem Abend – gewürzt von russischer Küche“. (Erfahrungsbericht von Thomas Hansbauer)


St. Petersburg, Ekaterinburg Tomsk: Ural Federal University named after the first President of Russia B.N. Yeltsin

Russian Language Summer School “Russian Express”

 „Nach einer Woche in St. Petersburg brachen wir mit dem Zug nach Jekaterinburg auf. Auch von Jekaterinburg nach Tomsk gelangten wir mit der weltberühmten Transsibirischen Eisenbahn. Die Fahrten dauerten 35 und 28 Stunden. Unsere Plätze befanden sich in der dritten Klasse, sodass wir einen authentischen Eindruck davon gewinnen konnten, wie sich eine Fahrt in der „плацкарта“ anfühlt“. (Erfahrungsbericht von Barbara Schnappinger)


Syktyvkar Forest Institute

Forest Summer School 2017

„Ich lernte nicht nur das Ökosystem Wald und forstwirtschaftliche Aspekte kennen, sondern auch wirtschaftliche sowie politische und legislative Prozesse der Russischen Föderation die damit zusammenhängen.“ (Erfahrungsbericht von Virginia Kinlechner)




Ukraine

Kharkiv/Odessa: Kharkiwer Nationale Karazin-Universität /Odessa Nationale Polytechnische Universität (ONPU

Identitätsgestaltung: Ich und meine Umwelt

„Sonntag war bereits unser letzter kompletter Tag in Charkiw, gleichzeitig aber auch ein ganz besonderer: der sogenannte Immersion-Day. Alle Teilnehmer*innen hatten die Möglichkeit den kompletten Nachmittag bei einer Charkiwer Familie zu verbringen und so das Leben in der Ukraine noch einmal aus einer komplett neuen Perspektive kennenzulernen“.

(Erfahrungsbericht von Caroline Finkeldey)

Mykolajiw: Nationale Petro-Mohyla-Schwarzmeeruniversität

Jüdische Geschichte(n) in der Süd-Ukraine

„…Viel neues Wissen über das jüdische Leben in der Ukraine und damit Inspiration für mein weiteres Studium, erste Kenntnisse der Russischen Sprache, neue Bekannt- und Freundschaften und wunderbare Eindrücke einer für mich neuen Region und Kultur, die ganz anders ist, als meine Bekannten es aus den Medienberichten schlussfolgerten“. (Erfahrungsbericht von Katharina Lein)